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MODE KUNST ARCHITEKTUR

Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.

Montag, 22. Dezember 2014

Pascal Haüsermann: L’Eau Vive, Raon l’Étape 1967



Als gegen Ende der Sechzigerjahre eine euphorisch-exzessive Welle über dem Planeten zusammenschwappte und die metallisch schimmernde Geradlinigkeit von Häusern und Möbeln in Schwung versetzte, da befand sich der Schweizer Architekt Pascal Haüsermann schon lange mitten im Geschehen rund um das Maison Bulle, das Blasenhaus. Haüsermanns Geschichte zeigt, wie eine überbordende Phantasie und der Idealismus, das Wohnen spektakulärer und individualistischer zu gestalten, am Ende an immer rigider werdenden Bauvorschriften und sogar offen zur Schau gestellter Missgunst scheiten sollte.


Les Maisons Bulle
Bereits im Jahr 1959 baute Pascal Haüserman in Grilly ein erstes Ferienhaus und entwickelte dabei sowohl seine Technik, Betonschalen herzustellen, als auch seine eigenen Ideen zum Thema Autokonstruktion. Haüsermans Methode bestand darin, zunächst ein korbartiges Gestell aus gebogenen Stahlbändern zu bauen, um in einem zweiten Schritt die so entstandene Armierung per Hand mit Beton zu umschließen. Eine Verschalung benötigte man für die geschwungenen Formen somit nicht. Auf diese Weise gelangen ihm begeh- und bewohnbare Skulpturen, die an Eier, Ellipsen und Muscheln erinnern und die ein wenig wie überdimensionierte Töpferwaren aussehen. Nicht zufällig betreibt heute noch Haüsermanns erste Frau Claude Costy in dem „La Ruine“ genannten Haus, das ebenfalls von dem Architekten stammt, eine Töpferwerkstatt. Claude Costy war lange Jahre intensiv am Werk ihres Mannes beteiligt.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

ellipsoid episodes - Ein filmischer Ausflug in die totale Schwerelosigkeit

 
Nachdem „ellipsoid episodes“, mein Kurzfilm aus dem Jahr 2012, mittlerweile bei den wildesten Veranstaltungen gezeigt wurde, nehme ich den nun gerade vergangenen sechsten Geburtstag meines Blogs zum Anlass, das Weltraumabenteuer endlich Teil dieser Seite werden zu lassen. Die Entstehungsgeschichte des Films (Link) und der Kostüme, die ich dafür entworfen habe, sind genauso mit meinem Blog verwoben, wie die Erlebnisse rund um die Aufführungen der UFO-Episoden. Immer geht es dabei um meine Suche nach aufregender, futuristischer Architektur und so habe ich mich natürlich gefreut, dass „ellipsoid episodes“, nachdem ich den Film in einem Futuro von Matti Suuronen gedreht hatte, von Anfang an  auch an ungewöhnlichen Orten gezeigt wurde. Seine Uraufführung erlebte der Kurzfilm bei der Eröffnung des Museums Charles Wilp Space in Witten (Link), war dann im Filmmuseum Düsseldorf zu sehen und in der Wuppertaler Galerie Grölle pass:projects (Link), während die Schwebebahn über die Köpfe der Zuschauer hinweg rauschte. Bei der Wiedereröffnung der Caprigarage (Link) wurde "ellipsoid episodes" unter einem riesigen Sternenhimmel gezeigt und war schleißlich Teil der 60. Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen (Link). Es bleibt mir, Euch einen vergnüglichen Ausflug in die totale Schwerelosigkeit zu wünschen.

ellipsoid episodes
Ein Film von Julia Zinnbauer
Kamera, Schnitt, Kostüme, Regie: Julia Zinnbauer
Mit Sandra Labs (Weltraummechanikerin), Patrizia Lohmann (Astronautin), Stefanie Pürschler (Astronautin), Axel Schrooten (Astronaut) und Julia Zinnbauer (Weltraumtouristin, Astronautin, Samba-Fransenmonster)
Düsseldorf 2012 

Zu der Entstehungsgeschichte der Kostüme geht es hier entlang: Link / Link / Link

Montag, 1. Dezember 2014

Arne Jacobsen: Das Mainzer Rathaus (1974)


Seit Jahren diskutiert man, ob man das Mainzer Rathaus nicht einfach abreißen soll. Zum vierzigsten Geburtstag des Gebäudes von Arne Jacobsen und Otto Weitling fand nun im Foyer des Hauses eine Ausstellung statt, die einmal die gesamte Entstehungsgeschichte aufrollte und das groß angelegte Konzept hinter dem Entwurf der beiden Architekten erklärte. Dabei wurde vor allem eines ganz deutlich: das Mainzer Rathaus ist ein Gesamtkunstwerk.