MODE KUNST ARCHITEKTUR

Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.

Sonntag, 12. Juni 2016

Die Beste Zeit: Spot Light - Surface and Space

Mein Beitrag über die Künstler James Rogers und Keith Bowler in der Neuauflage des Kulturmagazins aus Wuppertal



Die sechsunddreißgste Ausgabe des Magazins "Beste Zeit" ist eine ganz besondere. Leuchtend rot liegt sie am Eingang des Skulpturenparks Waldfrieden (Link) in Wuppertal aus und geleitet die Besucher hinein in das kulturelle Leben der Stadt und des Bergischen Landes. Mit dieser Ausgabe kehrt die Kunstzeitschrift nach einem Jahr Pause zurück und stürzt sich in einem neuen Gewand direkt wieder mitten ins kulturelle Geschehen. Teil des Magazins ist auch mein Bericht über die beiden Britischen Künstler James Rogers und Keith Bowler, die ihre Arbeiten ab Juli in der Galerie GRÖLLE pass:projects zeigen (Link).

" Für den Typographen und Maler James Rogers hatte das Raster Ende der Sechzigerjahre die Bildkomposition längst abgelöst. In einer Zeit, in der der Lochkartencomputer den Fortschritt in vielerlei Hinsicht beförderte, man damit Flugbahnen zum Mond und die kühnsten architektonischen Konstruktionen berechnen konnte, ließ sich mittels ausgestanzter Löcher jegliche Art von Information transportieren, codieren und transcodieren."

Von 2009 bis 2015 hatte der Wuppertaler Galerist und Kulturschaffende Hans Peter Nacke das Magazin herausgegeben. Nach der Aufgabe seiner Galerie "Epikur" und bald darauf seiner Druckerei wurde auch die Zeitschrift eingestellt, die weit über die Grenzen des Bergischen Landes hinaus bekannt war. Um der Wuppertaler Kultur weiterhin die "Beste Zeit" und eine würdige Plattform zu bieten, nahm sich schließlich ein engagiertes Team von Redakteuren rund um den Schwebetal-Verlag des Projektes an (Link).


Mittwoch, 1. Juni 2016

NEUE HEIMAT in der galerie weisser elefant - Noch bis Samstag!





Eine Ausstellung zur Wirkungsmacht der nachkriegsmodernen Architektur auf die zeitgenössische Kunst mit Werken von Matias Bechtold, Laure Catugier, Chris Dreier, EVOL, Gary Farrelly, Alekos Hofstetter & Florian Göpfert, Carsten Nicolai, Tim Trantenroth, Julia Zinnbauer, kuratiert von Alekos Hofstetter.

galerie weisser elefant
Bezirksamt Mitte von Berlin Fachbereich Kunst & Kultur
Auguststraße 21
10117 Berlin
Tel. (030) 28 88 44 54
www.galerieweisserelefant.de
30. 4. - 4. 6. 2016
Di. - Fr.: 11 - 19 Uhr, Sa.: 13 - 19 Uhr 

Samstag, 14. Mai 2016

NEUE HEIMAT. Eine Ausstellung zur Wirkungsmacht der nachkriegsmodernen Architektur auf die zeitgenössische Kunst

Mit Werken von 
Matias Bechtold, Laure Catugier, Chris Dreier, EVOL, Gary Farrelly, Alekos Hofstetter & Florian Göpfert, Carsten Nicolai, Tim Trantenroth und Julia Zinnbauer, kuratiert von Alekos Hofstetter

Text: Alekos Hofstetter
Fotos: Julia Zinnbauer


Links: Laure Catugier, Mitte und an der Wand: Julia Zinnbauer - Das Kleid für die autogerechte Stadt


























galerie weisser elefant
Bezirksamt Mitte von Berlin Fachbereich Kunst & Kultur
Auguststraße 21
10117 Berlin
Tel. (030) 28 88 44 54
www.galerieweisserelefant.de
30. 4. - 4. 6. 2016
Di. - Fr.: 11 - 19 Uhr, Sa.: 13 - 19 Uhr




Avantgardistisch, komfortabel oder auch nur trist? Die Architektur der Nachkriegsmoderne ruft mit ihrer modernen Formensprache die unterschiedlichsten Gefühle und Meinungen hervor. In den kontroversen Auseinandersetzungen um die Gestaltung der Innenstädte und den Debatten um Alt- und Neubauten, dem Prozess der Gentrifizierung, wie um niedrige Mieten in Bauten der sechziger und siebziger Jahre, spielen die architektonische Bedeutung und die baugeschichtliche Herkunft der Gebäude der Nachkriegs-Moderne meist keine Rolle. Umbau oder Abriss – die Veränderung der alten Bausubstanz ist nicht nur in Berlin im vollen Gange. Am Ausgangspunkt des Projektes NEUE HEIMAT stehen die beiden Fragen: von welcher Moderne sprechen wir eigentlich? Und wie fern ist uns die Moderne heute? Die Ausstellung zeigt Werke, welche neue Bezüge aufbauen zu den gesellschaftlichen Utopien, die zur Grundlage der Architektur der Moderne wurden und beleuchtet somit die unterschiedlichen Phasen des Umgangs mit diesem architektonischen Erbe in einem anderen Licht. Ist es heute möglich, durch eine Re-Konstruktion eines utopischen Kontextes, die Distanz, die unsere Gesellschaft zur Architektur der Moderne unterhält, nicht nur sichtbar zu machen sondern gleichzeitig, für eine "Aneignung" dieser Architektur der Nachkriegs-Moderne für die Gegenwart zu sorgen und sie zu einer „neuen Heimat“ zu machen? (A. Hofstetter, 2016)


Matias Bechtold


Freitag, 13. Mai 2016

NEUE HEIMAT in der galerie weißer elefant, Berlin - Die Vernissage


V. l. n. r.: EVOL, Laure Catugier, Matias Bechtold, Chris Dreier, Alekos Hofstetter, Gary Farrelly, Julia Zinnbauer (Foto: Valerie Oleynik)


Die Ausstellung NEUE HEIMAT handelt von der außergewöhnlichen Wirkung, die die Architektur der Nachkriegsmoderne auf die zeitgenössische Kunst ausübt und ist zurzeit in der galerie weißer elefant (Link) in Berlin zu sehen. Zehn Künstlerinnen und Künstler zeigen dort ihre ganz unterschiedliche Auseinandersetzung mit den Gebäuden und den städtebaulichen Ideen der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, kuratiert von Alekos Hofstetter, der ebenfalls mit einigen Arbeiten vertreten ist. 

Unter dem Namen „Tannhäuser Tor“ (Link) erforscht Alekos Hofstetter zusammen mit Florian Göpfert die Zusammenhänge zwischen den gesellschaftlichen und politischen Hintergründen und dem Entstehen und Vergehen des Begriffs der Moderne. Fasziniert von der Zeichenhaftigkeit und der weltweiten Verbreitung der Architektur der Nachkriegsmoderne schaffen die beiden Künstler zusammen Grafiken, Malereien und Wandarbeiten, die diese großen Zusammenhänge zum Thema haben. Dieser Geist der Moderne, der hinter den Arbeiten von Tannhäuser Tor steht, liegt natürlich auch dem Konzept des Projekts NEUE HEIMAT zu Grunde.



Vor den Fotografien im Hof der Galerie: Julia Zinnbauer, Laure Catugier und Kurator Alekos Hofstetter (Foto: J. Grölle)

Die Eröffnung der Ausstellung fand während des Gallery Weekends in der galerie weißer elefant statt, und so flanierten hunderte von kunstwilligen Besuchern die Auguststraße in der Nähe des Tacheles entlang. Stehen blieben sie allerdings alle an dem Stromkasten, der sich vor dem weißen elefanten befindet und den EVOL (Link) am Vortag der Eröffnung in einen seiner typischen Plattenbauten verwandelt hatte, und fanden dann ihren Weg in die Ausstellung NEUE HEIMAT. Mehr von EVOLS Auseinandersetzung mit dem modularen Bauen ist dort noch bis zum 4. Juni 2016 zu sehen, zusammen mit Arbeiten von Matias Bechtold, Laure Catugier, Chris Dreier, EVOL, Gary Farrelly, Alekos Hofstetter & Florian Göpfert, Carsten Nicolai, Tim Trantenroth und Julia Zinnbauer.

Um all der verschiedenen Herangehensweisen gerecht zu werden, bedarf es eines weiteren, umfassenderen Berichts. Hier nun erst einmal einige Eindrücke der Vernissage, mit der die Ausstellung am 30. April 2016 eröffnet wurde.

Darüber hinaus referiert am 21. Mai Lukas Feireiss in den Räumlichkeiten der Galerie über das Thema „Architektur und Stadt als Gegenstand der zeitgenössischen Kunst“, gefolgt von einer Katalogpräsentation von Matias Bechtold und einer Industrial-Performance von Chris Dreier und Gary Farrelly. Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden sich hier: Link.



Carsten Nicolai: pt. 02' (Video, 2012)



Links: Julia Zinnbauer - Das Kleid für die autogerechte Stadt


Samstag, 30. April 2016

NEUE HEIMAT: Eröffnung heute Abend in der galerie weißer elefant, Berlin


Während gestern die Besucher des Gallery Weekends in Berlin die Auguststraße auf und ab flanierten, verwandelte EVOL den Stromkasten vor der galerie weißer elefant in einen der Plattenbauten, für die er bekannt ist. Mehr von EVOLs Architekturphantasien gibt es ab heute Abend im Rahmen der Ausstellung NEUE HEIMAT zu sehen, zusammen mit Arbeiten von Matias Bechtold, Laure Catugier, Chris Dreier, Gary Farrelly, Alekos Hofstetter & Florian Göpfert, Carsten Nicolai, Tim Trantenroth und Julia Zinnbauer, kuratiert von Alekos Hofstetter.
galerie weißer elefant (Link)
August Straße 21
Berlin
19 Uhr
 

Donnerstag, 14. April 2016

NEUE HEIMAT in der galerie weißer elefant in Berlin

Eine Ausstellung zur Wirkungsmacht der nachkriegsmodernen Architektur auf die zeitgenössische Kunst mit Werken von Matias Bechtold, Laure Catugier, Chris Dreier, EVOL, Gary Farrelly, Alekos Hofstetter & Florian Göpfert, Carsten Nicolai, Tim Trantenroth und Julia Zinnbauer.  
Kuratiert von Alekos Hofstetter (Link)

Eröffnung am Samstag, dem 30. April 2016 um 19 Uhr

Avantgardistisch, komfortabel oder auch nur trist? Die Architektur der Nachkriegsmoderne ruft mit ihrer modernen Formensprache die unterschiedlichsten Gefühle und Meinungen hervor. In den kontroversen Auseinandersetzungen um die Gestaltung der Innenstädte und den Debatten um Alt- und Neubauten, dem Prozess der Gentrifizierung, wie um niedrige Mieten in Bauten der sechziger und siebziger Jahre, spielen die architektonische Bedeutung und die baugeschichtliche Herkunft der Gebäude der Nachkriegs-Moderne meist keine Rolle. Umbau oder Abriss – die Veränderung der alten Bausubstanz ist nicht nur in Berlin im vollen Gange.

Am Ausgangspunkt des Projektes NEUE HEIMAT stehen die beiden Fragen: von welcher Moderne sprechen wir eigentlich? Und wie fern ist uns die Moderne heute? Die Ausstellung zeigt Werke, welche neue Bezüge aufbauen zu den gesellschaftlichen Utopien, die zur Grundlage der Architektur der Moderne wurden und beleuchtet somit die unterschiedlichen Phasen des Umgangs mit diesem architektonischen Erbe in einem anderen Licht. Ist es heute möglich, durch eine Re-Konstruktion eines utopischen Kontextes, die Distanz, die unsere Gesellschaft zur Architektur der Moderne unterhält, nicht nur sichtbar zu machen sondern gleichzeitig, für eine "Aneignung" dieser Architektur der Nachkriegs-Moderne für die Gegenwart zu sorgen und sie zu einer „neuen Heimat“ zu machen? (Text: Alekos Hofstetter)

galerie weisser elefant
Auguststraße 21
10117 Berlin

ÖFFNUNGSZEITEN
Di. bis  Fr. von 11 bis 19 Uhr 
Sa. von 13 bis 19 Uhr



Donnerstag, 31. März 2016

Oberflächen und ihre Geschichte - Thomas Hirsch über die Ausstellung "Heimatplan" im Magazin engels


























Nach seinem aufregenden Bericht für das Magazin biograph (Link), das in Düsseldorf erscheint, hat der Kunsthistoriker Thomas Hirsch für die März-Ausgabe der Wuppertaler Zeitschrift engels einen weiteren, sehr treffend formulierten Text geschrieben, der unsere Ausstellung Heimatplan elegant zusammenfasst. Bitte klicken Sie hier: Link

Und jetzt schauen wir in die Zukunft und nach Berlin, wo einige der Heimatplan-Künstler Ende April wieder zusammentreffen werden, kuratiert von Alekos Hofstetter.

Montag, 28. März 2016

Scissorella schreibt für Halstenbach Fine Clothes bei der New York Fashion Week





“Halstenbach Fine Clothes stands for a deep love for luxurious materials and highly elaborate details. As there is almost a sculptural approach towards fashion you can experience a tension between the abstract shapes of the woolen dresses, cardigans and scarves and the coziness of the soft and silky surfaces.”

Als Andrea Halstenbach, Gründerin und Designerin des Kaschmir- und Merinolabels Halstenbach Fine Clothes, Anfang des Jahres von der Agentur four18 zur PRONTO Fashion Trade Show (Link) eingeladen wurde, im Rahmen der New York Fashion Week ihre aktuelle Kollektion zu präsentieren, benötigte sie für Ihre Teilnahme weit mehr als drei Überseekoffer und eine nüchterne Bestandsliste. Sie brauchte ein Lookbook, ein Portfolio, das vor allem eines wecken sollte: das unwiderstehliche, dringliche Verlangen, sich in Halstenbachs elegante Strickwaren zu hüllen, und das so erworbene, luxuriöse Lebensgefühl an Kundinnen auf dem gesamten amerikanischen Kontinent weiterzugeben.



Foto: Fee Louisa Halstenbach


Während Andrea Halstenbach also all die hochwertigen, in Italien auf historischen Strickmaschinen hergestellten Kleider, Schals, Jacken und Röcke, die in ihrer Zartheit so wie so kaum etwas wiegen, grammgenau in eine Liste eintrug, sie zollgerecht verpackte und alle weiten Vorbereitungen für ihre Reise nach Manhattan traf, entstand parallel dazu ein opulentes Lookbook. Die Fotografin Ann-Christin Freuwörth war dabei für den visuellen Teil verantwortlich, zusammen mit Stefan Wintgen, von dem das Layout stammt. Das Vorwort, das das Label in seiner Verwurzelung zwischen Tradition und Zukunft und zwischen Minimalismus und Opulenz verortet, habe ich verfasst (Link).

Dienstag, 23. Februar 2016

Die Textur der Großstadt. Thomas Hirsch schreibt im biograph über die Ausstellung "Heimatplan", über Scissorella und über das Konzept, das allem zugrundeliegt






Die Ausstellung „Heimatplan“ (Link), die ich zusammengestellt habe und die zurzeit in der Galerie GRÖLLE pass:projects in Wuppertal zu sehen ist (Link), hat der Kunsthistoriker Thoams Hirsch zum Anlass genommen, einen umfassenden Text über mich für die aktuelle Ausgabe des biographen zu schreiben.

In seinem Bericht, der den Titel „Textur der Großstadt“ trägt, geht Thomas Hirsch zunächst detailliert auf meinen Blog ein, legt das Konzept dar, das hinter meinen Arbeiten steht und beschreibt meine Auseinandersetzung mit der Architektur bzw. wie ich mich dem Thema auf unterschiedliche Weise und mit verschiedenen Medien nähere. Er erläutert meine „Feldforschung“ und wie ich dabei das nüchtern Analytische mit dem Opulenten, Lebendigen verbinde, wie ich in meinen Videos durch außergewöhnliche Architektur laufe, tanze und schwimme, in selbst entworfenen Kostümen durch den Weltraum fliege und dabei immer auf der Suche nach Schönen bin und nach den Konstruktionen und Systemen, die hinter allem liegen. Selbst der Bungalow, in dem ich aufgewachsen bin, findet seinen Platz in Thomas Hirschs Text.
 

Zu sagen, dass ich mich über einen derart tiefsinnigen, schönen Text einfach freue, wäre zu schlicht ausgedrückt. Ich kann es an dieser Stelle nicht anders formulieren, als in meiner üblichen, ein wenig opulenteren Art und Weise. Als ich mir den biographen ganz lege artis in einer bekannten Düsseldorfer Buchhandlung geholt hatte und wieder auf die Straße trat, umfing mich das gleißende Sonnenlicht eines Vorfrühlingsmittags, sodass ich in all meiner Begeisterung über den spektakulären Bericht förmlich nicht weniger als das Gefühl hatte, auf einem goldenen Lichtstrahl nach Hause zu gleiten. 

Der Text von Thomas Hirsch ist auf der Internetseite des biographen zu lesen, und zwar hier: https://www.biograph.de/julia-zinnbauer, oder noch schöner in der Printversion der Februarausgabe des Magazins, flankiert von einem Standbild aus meinem Kurzfilm "surveillance souterraine". 


Montag, 8. Februar 2016

HEIMATPLAN. Brutalismus und die Architektur der Nachkriegsmoderne in der Galerie GRÖLLE pass:projects, Wuppertal





Eine Ausstellung über die Sicht zeitgenössischer Künstler auf die Architektur der Nachkriegsmoderne - zusammengestellt von Julia Zinnbauer.

23.01.2016 - 13.03 2016


Matias Bechtold (Berlin)
Chris Dreier (Berlin)
Bert Didillon (Köln)
Gary Farrelly (Dublin/ Brüssel)
Lothar Götz (London)
Alekos Hofstetter & Florian Göpfert (Tannhäuser Tor, Berlin)
Pablo de Lillo (Oviedo/Gijon)
Julia Zinnbauer (Düsseldorf)


Galerie GRÖLLE pass:projects
Friedrich-Ebert-Straße 143e
D-42117 Wuppertal
fon +49 (0)1732611115
www.passprojects.com
WED - FRI 4 - 7 PM / SAT 11 - 3 PM
Schwebebahn: Haltestelle Pestalozzistraße



Links: Zeichnungen von Lothar Götz, rechts die Arbeit "KM 1" von Matias Bechtold
























 


Architekten haben eine ganz bestimmte Sicht auf die Architektur der Nachkriegsmoderne. Kunsthistoriker haben wiederum einen anderen Blick auf die Gebäude dieser Epoche. Und das Feuilleton hat neben den reinen Fakten zumindest eine Meinung dazu, von totaler Ablehnung zu einer beinahe schon romantisierenden Begeisterung. Wie aber sehen Künstler die Architektur dieser Zeit? Wie gehen sie mit den Formen, den Materialien und vor allem den Ideen um, die hinter den Flughäfen, Bungalows, Swimmingpools, Verwaltungsgebäuden und Satellitenstädten aus Glas, Beton, Aluminium und Stahl stehen? Auf diese Frage geht die Ausstellung „Heimatplan“ ein, die zurzeit in der Galerie GRÖLLE pass:projects in Wuppertal zu sehen ist.
 
Die Idee zur Ausstellung
Der Ausgangspunk des Projekts „Heimatplan“ liegt im Besuch des Galeristen Jürgen Grölle der Ausstellung über den Architekten Paul Schneider von Esleben, die das Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW im August letzten Jahres in Düsseldorf organisiert hat. Durch die Lektüre meines Blogs und durch mein ständiges Hinweisen auf die eine oder andere Betonkirche aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war Jürgen Grölle durchaus mit dem Thema vertraut. Die Auseinandersetzung mit dem kunstsinnigen Architekten Schneider von Esleben und der Verbindung, die durch dessen Architektur zwischen den Städten Düsseldorf und seiner Heimatstadt Wuppertal besteht, hat den Galeristen schließlich so von der Thematik eingenommen gemacht, dass er beschloss, mit mir zusammen eine Ausstellung über die Sicht zeitgenössischer Künstler auf die Architektur der Nachkriegsmoderne zu konzipieren.


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