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MODE KUNST ARCHITEKTUR

Dieser Blog ist dem Material gewidmet, der Konstruktion, der Technik, der Opulenz und der Schönheit, dem Spektakulären, Aufregenden, Anekdotischen, den kleinen Details und dem großen Gesamteindruck, der Bewegung, der Farbe, dem Vergangenen und der Zukunft.

Montag, 19. November 2012

Helmut Berger / Julian F.M. Stoeckel: Eine Legende trifft seine Muse


Helmut Berger zu Zeiten Viscontis

Die Freundschaft zwischen einem jüngeren und einem älteren Herrn ist nicht erst seit Oscar Wilde und Lord Douglas ein erfolgversprechendes Konzept, wenn es um die gegenseitige künstlerische Inspiration und ähnliches geht. Wilde legt zeitlebens großen Wert darauf, daß man ausschließlich von der Jugend etwas lernen könne, umgekehrt thematisiert er aber auch, wie der jeweils Ältere den Geist seines jüngeren Freundes in eine bestimmte Richtung formen kann. In seinem wohl bekanntesten Werk, dem „Bildnis des Dorian Gray“, zeigt Wilde, wie die Figur des Lord Henry Wotton durch geschickte Einflußnahme das Leben des jugendlichen Protagonisten in ein Kunstwerk verwandelt. 
 
Eine ähnliche Konstellation führt auch in den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts zu großen künstlerischen Visionen. 1964 trifft der damals achtundfünfzigjährige italienische Filmregisseur Luchino Visconti den vierundzwanzigjährigen Schauspieler Helmut Berger und gibt ihm bald darauf seine erste Filmrolle. Mit dem opulenten Leinwandepos  „Die Verdammten“ verhilft Visconti seinem Epheben im Jahr 1969 zu internationalem Renommée, 1972 gefolgt von „Ludwig II.“.

Samstag, 10. November 2012

Museum Folkwang, Essen: Bond, … James Bond - Fotografien und Filmplakate aus fünfzig Jahren


Daniel J. Goozeé
Outer space now belongs to 007, Moonraker, 1979
Vorankündigungsplakat, Erstaufführung, USA
Moonraker – streng geheim | Moonraker
Sammlung Thomas Nixdorf
© 1979 Danjaq LLC and United Artists Corporation. All rights reserved.

Anlässlich des runden Dienstjubiläums des Filmagenten James Bond präsentiert das Museum Folkwang in Essen seit heute Plakate und Setfotos aus allen fünf Jahrzehnten der beliebten Serie. Geordnet nach den Themengebieten Architektur, Technik, Gewalt, Erotik und einem Blick auf Bonds Verkörperung des britischen Gentleman führt die Ausstellung in die phantasievolle Welt des Secret Sevice und erläutert anhand zahlloser spektakuläre Ausstellungsstücke, wie sich der gesellschaftliche Wandel nicht nur in den Bondfilmen selbst, sondern auch in den entsprechenden Plakaten manifestiert. Beim Betrachten der unzähligen, teilweise riesigen Filmplakate erlebt man das James-Bond-Universum aus einer ganz neuen Perspektive. All die Details, die üblicherweise auf zwei Stunden Filmvergnügen verteilt sind, gruppieren sich auf den Grafiken zu in einer einzigen Bildkomposition und schaffen überbordende Konglomerate aus schmalhüftigen Girls in Glitzerbikinis, exotischen Hotspots, unterirdischen Playboyparadiesen, Hubschraubern, Harpunen, Raketen, Raumstationen, Laserstrahlen, Neonfarben etc. Das gesamte Arsenal in voller Gleichzeitigkeit.

Daß mir die Ausstellung gefallen würde, war mir schon vor meiner Fahrt zur Vernissage am gestrigen Abend klar, und so blickte ich der Eröffnung voller Vorfreude entgegen. Um alles richtig zu machen, fragte ich vorher bei der Pressestelle des Museums an, ob ich über das Event auf meinem Blog berichten darf und bekam ein Placet. Mir war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst, daß es sich bei der Bond-Ausstellung tatsächlich um die bestbewachte Veranstaltung des Jahres handeln sollte, wobei es doch eigentlich gerade in diesem Kontext abzusehen war.

Freitag, 9. November 2012

Vier Jahre SCISSORELLA: Die Strass- und Betondepesche feiert Geburtstag


Schon wieder ist es November und schon wieder jährt sich der Tag, an dem ich die geniale Idee umgesetzt habe, mir einen Blog einzurichten und ihn SCISSORELLA zu nennen, nach meinem imaginären alter ego, das mit ihrer Stoffschere vermutlich gerade Menschenleben rettet oder sich ein aerodynamisches Outfit schneidert. Vier Jahre ist es nun her, daß ich zum ersten mal auf „Veröffentlichen“ geklickt habe und seitdem ist die Aktionskurve meines Lebens stark angestiegen. 
 
Was ich alleine in den letzten zwölf Monaten mit meinem Blog erlebt habe, grenzt schon ein wenig an das Surreale, und ich konnte noch nicht einmal alles berichten. Immer noch türmen sich Fotos und Notizen en masse in meinen Archiven und warten  auf ihre Veröffentlichung. 

Donnerstag, 8. November 2012

ellipsoid episodes: Die Kostüme - Teil 5, Silberbiesen und Sambafransen



Patrizia Lohmann beim Dreh zu "ellipsoid episodes"


Bevor ich nun die nächste Serie beginne, muß erst einmal die aktuelle Reihe ordnungsgemäß beendet werden. Es fehlt immer noch der letzte Teil des Berichts über meine Kostüme zu „ellipsoid episodes“ (Link), und zwar ist das Geheimnis um den Fransenmann noch nicht gelöst. Das Making-of des silbernen Biesenkleides habe ich bereits vor geraumer Zeit gesendet (Link). Der Vollständigkeit halber muß es hier natürlich noch einmal genannt werden, vor allem, weil die düsseldorfer Künstlerin Patrizia Lohman in dem Outfit in „ellipsoid episodes“ so unglaublich grazil durch das Weltall geschwebt ist. Als heitere Anekdote darf ich zudem erwähnen, daß das silberne Kleid bereits einige Monate vor den Dreharbeiten zu meinem Video bei einem Galaabend in Berlin von Rolf Eden das Prädikat „Hollywood“ verliehen bekam, was definitiv ein gutes Vorzeichen für mein Weltraumspektakel war (Link).